Rennbericht von Emil Anz:
Am Sonntag ging es für mich zum bayerischen Frühjahresklassiker, dem Schwarzbräu-Straßenpreis in Zusmarshausen.
Die Autofahrt zum Start war bereits von starken Regenschauern geprägt, sodass die Hoffnung auf ein regenfreies Rennen schnell verloren ging – Weltklasse, dass ich neue weiße Socken eingepackt hatte …
Auf die 130 Amateure und 29 Junioren, die an der Startlinie standen, wartete ein 27 Kilometer langer Rundkurs, den es dreimal zu bewältigen galt. Um kurz nach 10 Uhr rollte das Feld in die erste Runde, in der direkt nach dem scharfen Start kurz nach dem Ortsausgang das Tempo angezogen wurde. Mit hohem Tempo flog das Feld über die Straßen, das Wasser spritzte von allen Seiten und schon nach wenigen Minuten war alles durchnässt.
Nach einer Weile war die erste Bergüberfahrt erreicht, wo bereits vor der Einfahrt fleißig um Positionen gekämpft wurde. Im Anstieg, wo eine herausragende Stimmung herrschte, hieß es dann: durchbeißen und bloß nicht reißen lassen. Auf den Anstieg folgte eine Abfahrt und anschließend ging es wieder zurück nach Zusmarshausen.


In etwa in der Mitte der zweiten Runde gab es auf einer sehr breiten Straße einen Crash, dem ich glücklicherweise durch ein Ausweichen auf den Radweg neben der Straße entkommen konnte.

Anschließend ging es mit hohem Tempo weiter auf den zweiten Berg, wo die Positionierung nicht optimal, aber dennoch ausreichend war, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Zu Beginn der dritten Runde begann ich stark zu frieren. Die Finger waren so kalt, dass mir selbst das elektronische Schalten schwerfiel. Der letzte Berg war noch einmal richtig hart. Nach der anschließenden Abfahrt merkte man, dass im Feld die Nervosität für den Zielsprint zunahm. Dennoch blieben Stürze glücklicherweise aus, sodass ich kaputt, ausgefroren, aber zufrieden im Ziel ankam.

Vielen Dank an den RV Phönix Augsburg für ein großartiges Rennen!
