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Saisonstart in Südtirol: Trails, Gelato und Frühlingsgefühle

Wenn die Beine nach der langen Winterpause endlich wieder kurbeln wollen und die Sehnsucht nach echtem Grip am Reifen unerträglich wird, gibt es kaum ein besseres Revier als das sonnenverwöhnte Südtirol. Anfang März – eine Zeit, in der andernorts noch die Ski gewachst werden – hieß es für mich: Ab über den Brenner und rein in den Vorfrühling.

Südseitiges Glück bis 1300 Meter
In der Region um Brixen, Bozen und Meran zeigte sich der März von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen zwischen 12° und 18° fühlte es sich fast schon wie Sommer an – nur ohne die Hitze und die Massen. Da die Wandersaison noch im Tiefschlaf liegt, gehörten die Trails mir fast alleine. Flow-Erlebnisse ohne „Gegenverkehr“.

Die Bedingungen waren für diese frühe Jahreszeit wirklich sehr gut. Bis auf 1300 m waren die südseitigen Hänge komplett schneefrei und staubtrocken. Ein kleiner Wermutstropfen in der Vorsaison ist das eingeschränkte Seilbahnangebot. Wer hier nicht alles aus eigener Kraft kurbeln will, sollte die Betriebszeiten vorab genau checken.

Auch für Gravel-Biker ist das weitläufige Plateau zwischen Jenesien und Hafling ein absolutes Highlight. Auf sanften Almwiesen und durch lichte Lärchenwälder schlängelt sich ein ideales Netz aus aus gut befestigten Forst- und Karrenwegen, das sportlichen Flow mit spektakulären Panoramablicken auf die Dolomiten und die Ortler-Gruppe verbindet. Gerade im Frühjahr bietet diese alpine Weite eine traumhafte Kulisse für genussvolle Kilometer.

Blindflug im Buchenwald
Während die offenen Passagen und Nadelwälder puren Fahrspaß boten, hielten die Laubwälder eine ganz eigene Herausforderung bereit. Eine bis zu 30 cm dicke Laubschicht verwandelte die Abfahrten streckenweise in einen „Blindflug“. Hier wird die Suche nach der richtigen Line zum instinktiven Abenteuer. Die eine oder andere Überraschung blieb da natürlich nicht aus – Fahrtechnik-Training vom Feinsten 😅.

Was wäre ein Trip nach Italien ohne den Genuss? Mein Basislager in Terlan war ein Volltreffer. Es gibt kaum ein besseres Gefühl, als nach einer staubigen Tour in der Frühlingssonne zu sitzen und das erste hausgemachte Eis der Saison zu genießen.

Wer die Einsamkeit sucht und den Winter offiziell für beendet erklären will, findet in Südtirol Anfang März das ultimative „Einfahr-Programm“. Die Kombination aus alpinem Anspruch, italienischem Lebensgefühl und der ersten richtigen Wärme des Jahres ist unschlagbar.


Das Event wurde CO2-neutral veranstaltet durch CO2 Kompensation bei https://www.atmosfair.de/